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Inhalt

E6 Armutsrisikoquote

Definition der Armutsrisikoquote

Die Armutsrisikoquote ist ein Indikator zur Messung relativer Einkommensarmut. Sie gibt an, wie hoch der Anteil der Personen mit einem Einkommen unterhalb der Armutsrisikoschwelle der Bevölkerung ist. Die Armutsrisikoquote wird definiert als Zahl der Personen mit einem Äquivalenzeinkommen (berechnet auf Grundlage der neuen OECD-Skala) von weniger als 60 % vom Median der Äquivalenzeinkommen der Gesamtbevölkerung je 100 Personen der Bevölkerung. Der hier verwendete Begriff "Einwanderungsgeschichte" entspricht dem in den früheren Ausgaben verwendeten Begriff "Migrationshintergrund".

Die Armutsrisikoschwelle ist derjenige Einkommenswert, unterhalb dessen von Einkommensarmut zu sprechen ist.
Das Äquivalenzeinkommen ist ein auf der Basis des Haushaltsnettoeinkommens berechnetes bedarfsgewichtetes Pro-Kopf-Einkommen je Haushaltsmitglied.

Definition des Landesmedians

Grundlage der Berechnungen des Landesmedians sind die jeweiligen regionalen Armutsrisikoschwellen. Diese werden anhand des mittleren Äquivalenzeinkommens (60 % vom Median nach der neuen OECD-Skala) des jeweiligen Bundeslandes errechnet. Dadurch wird den Unterschieden im Einkommensniveau zwischen den Bundesländern Rechnung getragen.

Definition des Bundesmedians

Grundlage der Berechnungen des Bundesmedian ist die Armutsrisikoschwelle des Bundes. Diese wird anhand des mittleren Äquivalenzeinkommens (60 % vom Median nach der neuen OECD-Skala) im gesamten Bundesgebiet errechnet. Den Armutsrisikoquoten für Bund und Länder liegt somit eine einheitliche Armutsrisikoschwelle zugrunde. Allerdings werden bei dieser Betrachtung Unterschiede im Einkommensniveau zwischen den Bundesländern nicht beachtet.

Bewertung des Indikators

Bereichsübergreifender Indikator.

Empirische Relevanz

Materielle Armut wirkt sich auf alle Lebensbereiche und die entsprechenden Teilhabechancen aus. Umgekehrt wird die Wahrscheinlichkeit, ein Einkommen zu beziehen, das unterhalb der Armutsquote liegt, von einer Vielzahl anderer Faktoren beeinflusst wie Bildung, Qualifikation und Erwerbsbeteiligung. Eine Absenkung der Armutsrisikoquoten von Personen mit Einwanderungsgeschichte auf das Niveau der Personen ohne Einwanderungsgeschichte würde eine Angleichung der Teilhabechancen in verschiedenen Bereichen anzeigen.

Hinweis

Durch Umstellung auf eine neue Stichprobe sowie durch Sondereffekte im Kontext der Bevölkerungsentwicklung ist die Vergleichbarkeit der Mikrozensusergebnisse für das Berichtsjahr 2016 mit den Vorjahren eingeschränkt.

Datenquelle:

IT.NRW, Mikrozensus, von 2005 bis einschließlich 2012 hochgerechnet auf Basis der fortgeschriebenen Ergebnisse der Volkszählung 1987; ab 2013 hochgerechnet auf Basis der fortgeschriebenen Ergebnisse des Zensus 2011

Archiv

Tabelle E6.1 Armutsrisikoquoten*) in NRW 2005 - 2019 nach Geschlecht und Migrationsstatus der Personen
Jahr1) Armutsrisikoquote
insgesamt der Männer der Frauen
ohne Einwanderungs-geschichte mit Einwanderungs-geschichte ohne Einwanderungs-geschichte mit Einwanderungs-geschichte ohne Einwanderungs-geschichte mit Einwanderungs-geschichte
%
Landesmedian
2005 9,8 30,5 9,2 30,3 10,4 30,6
2006 9,3 29,5 8,8 29,3 9,8 29,6
2007 9,9 29,4 9,3 28,9 10,5 29,8
2008 10,3 28,3 9,6 28,0 10,8 28,7
2009 10,1 29,4 9,5 29,1 10,8 29,6
2010 10,4 28,6 9,7 28,0 11,1 29,2
2011 11,5 29,7 10,5 28,9 12,3 30,5
2012 11,2 29,6 10,3 28,9 12,0 30,4
2013 11,6 29,0 10,8 28,1 12,3 29,9
2014 11,7 30,6 11,0 30,0 12,3 31,1
2015 11,7 30,2 11,0 29,7 12,3 30,7
20162) 11,6 31,1 10,8 31,0 12,2 31,1
2017 11,6 30,8 10,8 31,1 12,4 30,5
2018 11,1 29,7 10,2 29,7 11,9 29,6
2019 12,9 31,8 12,0 31,3 13,7 32,4
zum Vergleich: Bundesmedian
NRW 2019 14,1 34,2 13,1 33,6 15,0 34,8
Westdeutschland3) 2019 12,1 28,9 11,0 28,5 13,1 29,3
Deutschland 2019 12,6 30,0 11,7 29,8 13,6 30,2

*) Zahl der Personen mit einem Äquivalenzeinkommen von weniger als 60 % des Medians der Äquivalenzeinkommen der Gesamtbevölkerung je 100 Personen entsprechender Bevölkerungsgruppe – 1) von 2005 bis einschließlich 2012 hochgerechnet auf Basis der fortgeschriebenen Ergebnisse der Volkszählung 1987; ab 2013 hochgerechnet auf Basis der fortgeschriebenen Ergebnisse des Zensus 2011 – siehe auch Definition der Zuwanderergruppen – 2) Durch Umstellung auf eine neue Stichprobe sowie durch Sondereffekte im Kontext der Bevölkerungsentwicklung ist die Vergleichbarkeit der Mikrozensusergebnisse für das Berichtsjahr 2016 mit den Vorjahren eingeschränkt.– 3) einschl. Berlin


Download der EXCEL-Tabelle mit Daten der Jahre 2005 bis 2019


Tabelle E6.2 Armutsrisikoquoten*) in NRW 2019 nach Geschlecht und Zuwanderungsstatus**) der Personen
Zuwanderungsstatus Armutsrisikoquote
insgesamt der Männer der Frauen
%
Insgesamt 17,0 16,4 17,6
und zwar
ohne Einwanderungsgeschichte 12,9 12,0 13,7
mit Einwanderungsgeschichte 31,8 31,3 32,4
 
deutsch 13,6 12,7 14,3
darunter Eingebürgerte 25,0 25,8 24,2
darunter Aussiedler/-innen 17,8 16,4 19,2
 
nichtdeutsch 38,7 37,6 40,0
dar. mit türkischer Nationalität 36,2 34,2 38,1

*) Zahl der Personen mit einem Äquivalenzeinkommen von weniger als 60 % des Medians der Äquivalenzeinkommen der Gesamtbevölkerung je 100 Personen entsprechender Bevölkerungsgruppe – **) siehe auch Definition der Zuwanderergruppen – hochgerechnet auf Basis der fortgeschriebenen Ergebnisse des Zensus 2011


Download der EXCEL-Tabelle mit Daten der Jahre 2005 bis 2019

Abb. E6.1
Abb. E6.2